Ein PHP MySQL Tutorial für Blogger

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Ein PHP MySQL Tutorial für Blogger

In unserem SEO-Blog haben wir schon oft von sogenannten OnPage-Kriterien gesprochen, d.h. Faktoren, die Du auf der eigenen Webseite berücksichtigen solltest. Innerhalb dieser Kriterien spielen technische Anforderungen eine Rolle, welche oft von Content Management Systemen wie WordPress adressiert werden. Hingegen hatten wir im Rahmen des Web Audits bereits erwähnt, dass es Momente gibt, wenn Du die Dinge selbst in die Hand nehmen darfst. Die Verantwortung für den Quellcode ist stets bei dir, unabhängig von der Technologie die Du verwendest.

Kurzum, Du musst in der Lage sein, Dinge zu reparieren, wenn sie beschädigt sind. Dieses Tutorial gibt dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung in die Hand, um deine Webseite zu verstehen, besser zu konzipieren, kleine Dinge zu entwickeln und/oder beschädigten oder suboptimalen Code zu reparieren. Das Tutorial zeigt dir dies im Rahmen eines kleinen Standalone-Projektes: eine Datenbank-Anwendung, die in PHP geschrieben ist und mit einer MySQL-Datenbank spricht. Enthalten sind alle wesentlichen Schritte, die Du für eine minimale PHP-/MySQL-Datenbankanwendung benötigst.

Wir werden sowohl über Infrastruktur-Grundlagen als auch Datenbank-Konzepte sowie schließlich über Schritt-für-Schritt-Anleitungen für HTML- und PHP-Entwicklung sprechen. Bitte lies diese erste Seite so aufmerksam wie möglich bevor Du weiter liest.

Ein vollständiges PHP MySQL Tutorial

Dies ist dein Startpunkt. Du kannst jederzeit zu dieser Übersicht zurück kehren.

Los geht’s. Um ein verständliches Gesamtbild zu gewährleisten, haben wir dieses Tutorial didaktisch optimiert und chronologisch aufgebaut. Wir empfehlen es nacheinander durchzugehen.

  1. Lektion 1: Client- und Server-Infrastruktur: Datei-, Web- und Datenbank-Werkzeuge vs. WordPress
  2. Lektion 2: Grundlagen Relationaler Datenbank-Management-Systeme
  3. Lektion 3: Datenbank-Modellierung und -Strukturierung
  4. Lektion 4: VI-Editor in Unix
  5. Lektion 5: HTML-Grundlagen
  6. Lektion 6: HTML-Formular-Elemente
  7. Lektion 7: Ich lerne PHP: Grundlagen für Ausgabe, Kalkulation und Nutzung von Variablen
  8. Lektion 8: PHP-Schleifen und -Bedingungen
  9. Lektion 9: PHP-Funktionen richtig verwenden
  10. Lektion 10: PHP GET- und POST-Parameter
  11. Lektion 11: Wie baue ich eine Webseite — PHP-Navigationsskelett Schritt für Schritt
  12. Lektion 12: Verbindung von PHP zu MySQL herstellen
  13. Lektion 13: PHP Login-Skript-Tutorial
  14. Lektion 14: Dynamisches PHP-basiertes MySQL-Datenmanagement mit HTML-Output

Falls Du dich fragst, weshalb Du diese Lektionen verstehen solltest, kannst Du gern kurz weiter lesen.

Die Idee hinter moderner Web-Entwicklung

Warum solltest Du über PHP und MySQL überhaupt nachdenken? Nun, seit der Erfindung des Konzeptes “Web 2.0” wird der Besucher einer Webseite in die Erstellung der Inhalte der Webseite mit einbezogen. Beispielsweise kann ein Nutzer bei der Content-Erstellung mitwirken, indem er:

  • einen Kommentar unterhalb eines Blog-Beitrags erstellt
  • einen neuen Blog-Post oder eine Seite in WordPress erstellt
  • einen Gästebuch-Eintrag auf einer privaten Webseite hinterlässt
  • eine Antwort in einem Community-Forum schreibt
  • den Text in einem Wiki ergänzt
  • Bilder oder Videos in einem sozialen Netzwerk hoch lädt
  • Dokumente mit Team-Mitglieder auf einer Kollaborationsplattform teilt
  • Attribut-Werte in einer globalen Musik-Mediathek ergänzt
  • Geo-Caching-Einträge ergänzt oder verändert

All diese Aktionen erfordern Daten-Verwaltungsfunktionen der jeweiligen Webseite. Eine Webseite gibt nicht länger nur einfachen hart kodierten HTML-Code aus. Webseiten des Web 2.0 erfordern dynamische Datenausgaben. Um dies zu gewährleisten findet Kommunikation zwischen einem Web- und einem Datenbankserver statt. Letzter hält die Daten vor und speichert neue Daten ab, während ersterer die Anfragen entgegen nimmt und die vom Datenbankserver erhaltenen Daten dynamisch aufbereitet und ausgibt.

PHP MySQL tutorial

Zwischen der Ausgabe strukturierter HTML-Daten und der Verwaltung von Daten via MySQL wird PHP als Skriptsprache verwendet. PHP wird verwendet, um verschiedene Algorithmen wie Schleifen und Sortierfunktionen auf die Daten der Datenbank anzuwenden, und schließlich wieder HTML-Code an den Browser des Besuchers zurück zu geben. Datenbanken wie MySQL halten die Daten vor, HTML formuliert visuelle Ausgaben, und PHP vermitteln zwischen beiden Welten.

Beispielsweise dient ein HTML-Formular als Möglichkeit zur Eingabe eines Gästebuch-Eintrages für den Nutzer. PHP liest diese Daten dann ein und formuliert einen Eintrag in die Datenbank. Das Datenbanksystem fügt die von PHP erhaltenen Daten ein und sendet ein OK. Die Webseite kann dann mittels PHP diese Daten erneut abrufen und via HTML das Gästebuch darstellen, welches alle Einträge enthält – inklusive dem zuletzt hinzu gefügten. PHP erfüllt dann nicht nur den Zweck der Abfrage der Datenbank, sondern generiert auch HTML-Code, den ein Browser verstehen kann.

Das kann alles sehr bedrohlich klingen. Ist es jedoch nicht. Alle zuvor erwähnten Konzepte werden in diesem Tutorial detailliert erläutert.

PHP- und Datenbank-Entwicklung für Blogger

Dieser Guide ist so strukturiert, dass Du ihn als Referenz für bestimmte Code-Schnipsel und Konzept-Ideen verwenden kannst – selbst wenn Du schon etwas Entwicklungserfahrung gesammelt hast. Dennoch erfordert dieses Tutorial keine Entwicklungserfahrung als Voraussetzung, um erfolgreich alle Lektionen zu bestehen. Jeder Blogger kann sämtliche hier erläuterten Inhalte verstehen. Tatsächlich wurde das vorliegende Material in ähnlicher Form bereits erfolgreich in verschiedenen Hochschulveranstaltungen eingesetzt – mit großem Erfolg und positivem Feedback.

Zu verstehen wie moderne Web-Technologien wie PHP und MySQL arbeiten ist essenziell um zu verstehen, wie Content Management Systeme wie WordPress arbeiten – und wie Du Themes und Plugins reparieren und optimieren kannst.

Sobald Du einen Überblick zu den jeweiligen Lektionen benötigst, kannst Du zu diesem Beitrag zurück kehren. Viel Spaß! 🙂

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Dr.-Ing. Erik Neitzel